Eine Bauernfamilie, die sich bis in das
15. Jahrhundert zurückverfolgen läßt; aus
einem Dorf, das zum ersten Mal um 890 nach Christus in Dokumenten
auftaucht - das ist die Basis des Zuchthofes Josef Kathmann
in Hausstette. Werneke tho Koaten war der Erstgenannte der
Familie, die bis in das Jahr 1844 eigenhörig zur Burg
Dinklage war
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Stolzer Züchter:
Joseph Kathmann (Großvater von Josef Kathmann, 1. von rechts)
präsentiert 1920 mit Nachbarn seine fünf Prämienstuten.
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Der 1777 geborene Johann Heinrich Kathmann wurde
der erste freie Bauer dieser Familie in Hausstette.
Er betrieb auf rund 50 Hektar Ackerbau und Viehzucht.
Doch die Arbeit war hart. In der Region Südoldenburg
gab es kaum Industrie. Den kargen Geestböden
ließ sich nur schwer etwas abgewinnen. Fast
30 Kathmänner wanderten im 18. und 19. Jahrhundert
nach Übersee aus, um dort ihr Glück zu
versuchen
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Ohne Pferde geht
hier nichts:
Bei der Primiz von Joseph Kathmann (Onkel von Josef Kathmann)
im Juni 1939
fährt ihn eine Kutsche vom Hof zur St. Vitus-Kirche ins
benachbarte Vestrup.
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Pferdezucht war schon immer eine Leidenschaft
der "Koatens", wie die Familie noch immer
im Dorf genannt wird. Seit über 50 Jahren
bildet der Zuchthof Kathmann bereits Pferde zu
qualitätvollen Reitpferden aus.
Kontinuierlich stellte Josef Kathmann in den letzten
30 Jahren den bäuerlichen Betrieb zu einem
modernen Pferdezuchtbetrieb um. Grundlage war die
herausragende Qualität der Stuten der
Nation-Naila-Linie, die heute als Naila-Linie bekannt
ist.
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1964- Erste Zuchterfolge:
Josef Kathmann mit "Neastate" und einem Stutfohlen
von
"Miracolo xx" - später "Neastate III".
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Stammmutter der Hausstetter
Sportpferdezucht: Der
Abstammungsnachweis der Neastate aus dem Jahr 1965.
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Alter Stamm in neuer Blüte
"Typische, nicht zu schwer und in der Form sehr ansprechend" - so lobte
Doktor G. Hummert in seinem Buch "Die wichtigsten Stutenstämme des
Oldenburger Pferdes" schon 1940 die Pferde der Nation-Naila Linie. Die Stammstute "Naila" wurde
1881 bei Kückens in Hiddigwarden geboren. Sie war, laut Dr. Hummert, "eine
elegante Braune mit viel Temperament und gutem Gang." Qualitäten, durch
die sich die Produkte des bekannten Stutenstammes bis heute auszeichnen. Auf
dem Zuchthof Kathmann wird die Nea-Linie über den Neastate-Stamm besonders
gepflegt. Bis heute mit großem Erfolg.In Südoldenburg beginnt die
Blüte des Stammes zunächst über die 1932 geborene Rappstute "Neasta" von "Reichmann",
die G. Huster aus Klein Roscharden zog. Auf den Zuchthof Kathmann kam die Linie
durch die Staatsprämienstute "Neasta IV" von "Grundner".
Auf der Bezirksschau in Essen i. O. errang sie den Titel der Siegerstute. Noch
am gleichen Tag kaufte Clemens Kathmann die Hoffnungsträgerin von der Besitzerin
Witwe Huslage aus Brookstreek. Ihre Tochter "Neastate" von "Lord",
geboren 1971, wurde zur Stammmutter der modernen Sportpferde des Zuchthofes Kathmann.
Die Anpaarungen mit Vollblut ("Miracolo xx"), dem Anglo-Araber "Inschallah" und
Halbblütern wie dem "Selle Francais" Hengst "Furioso II" brachten
vielseitiges neues Blut in die Stutenlinie. Die Stuten der Nea-Linie sind besonders
im Sport erfolgreich, die Hengste vererbungsstark und die Fohlen begehrt. Mit
diesem Blut werden auf dem Zuchthof Kathmann Pferde der gehobenen Leistungsklasse
nie zur Mangelware. |
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